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10. Oktober 2018

Aktionsbündnis „Allianz für Sicherheit“ in Osnabrück

Um den Güterverkehr in Städten aktiv sicherer zu gestalten haben sich Mitglieder des Kompetenznetzes Individuallogistik (KNI) e.V. und des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachen (GVN) e.V. am 26.09.2018 in Osnabrück zum Aktionsbündnis „Allianz für Sicherheit“ zusammengeschlossen. Die teilnehmenden Logistikunternehmen verpflichten sich unter anderem dazu, Abbiegeassistenzsysteme kurzfristig in alle Fahrzeuge ab 7,5 t einzubauen, die regelmäßig Zustellungen oder Abholungen um den Wall-Ring der Stadt Osnabrück durchführen. Neue Fahrzeuge werden von den teilnehmenden Transportunternehmen gleich mit integriertem Assistenzsystem bestellt. Durch die kamerabasierten Systeme soll vor allem die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern verbessert werden.

Das Aktionsbündnis spricht sich zusätzlich für den unterbrechungsfreien Einsatz von Bremsassistenzsystemen aus, benötigt hier aber die Unterstützung der Politik: „Bei den Bremsassistenzsystemen ist es derzeit nicht erlaubt, seitens der Unternehmer dem Fahrer das Ausschalten zu verbieten, deshalb können hier nur die entsprechenden Schulungsmaßnahmen gegenüber den Fahrern greifen“, sagt Ulrich Hoefner, Geschäftsführer der GVN Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland. Die Teilnehmer des Aktionsbündnisses verpflichten sich darum zu regelmäßigen Schulungen und unterstützen Informationskampagnen für andere Verkehrsteilnehmer, z.B. an Schulen, aktiv.

„Wir hoffen“, so Rolf Meyer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des KNI, „dass dieses Aktionsbündnis eine Vorbildfunktion für andere deutsche Städte haben wird. Für noch mehr Sicherheit im städtischen Verkehr brauchen wir aber die Mitwirkung der Politik, der Verwaltung und der anderen Verkehrsteilnehmer.“  Das Aktionsbündnis fordert von der Politik schnellstmöglich dafür Sorge zu tragen, dass Bremsassistenzsysteme nicht mehr abschaltbar sind und Abbiegeassistenzsysteme eine gesetzliche Grundlage bekommen, die Einsatz und Verantwortungen verbindlich regelt.  Darüber hinaus sind ein Überholverbot für LKW auf zweispurigen Autobahnen zu Kernzeiten sowie rigidere Kontrollen aller Verkehrsteilnehmer geeignete Maßnahmen, die Sicherheit weiter zu steigern.

Das Aktionsbündnis appelliert auch an die Verkehrsplanung in den Städten und Gemeinden, LKW und den Radverkehr baulich und organisatorisch deutlicher zu trennen.  So können zum Beispiel an besonders gefährdeten Kreuzungen Rechtsabbiege-Verbote für LKW durchgesetzt werden. Das Bündnis fordert von der Politik die Einrichtung eines runden Tisches, an dem die Gemeinden der Region zusammen mit den Unternehmen die Themen der Verkehrssicherung und der Verkehrsplanung besprechen und tragbare Lösungen entwickeln.

Um den Stadtverkehr am Standort Osnabrück und den umliegenden Gemeinden weiter zu verbessern, ist auch der Ausbau der A33 dringend voranzutreiben. Nur so können Verkehre aus der Stadt heraus geleitet werden, die heute insbesondere bei Störungen auf der A1/A30/A33 zwangsläufig durch die Stadt geleitet werden müssen.

Das Aktionsbündnis wurde durch elf namhafte Unternehmen der Osnabrücker Region gegründet. Weitere Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Mitwirkung angemeldet.


Gründungsunternehmen des Aktionsbündnisses „Allianz für Sicherheit“:

  •  Martin Berghegger GmbH

  •  Georg Boll GmbH & Co. KG

  •  Brüner Transporte GmbH & Co. KG

  •  Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG

  •  Koch International - Heinrich Koch Internationale Spedition GmbH & Co. KG

  •  Meyer & Meyer Holding SE & Co. KG

  •  Internationale Spedition Munsberg GmbH & Co. KG

  •  NOSTA Holding GmbH

  •  Overnight Tiefkühl-Service GmbH

  •  Sostmeier Spedition + Logistik GmbH

  •  Wehrmann Transport GmbH<

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