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Green way to Europe - connecting port, rail and road

Unter dem Namen “EUREGIO – GREEN WAY TO EUROPE connecting port, rail and road”  arbeiteten am 24.06.2021, moderiert von Stefan Michel, Branchenexperten gemeinsam an der Weiterentwicklung der besonderen, grenzüberschreitenden Logistikregion. Mehr als 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Grenzregion hatten sich auf den Weg nach Lingen gemacht, um an konkreten Ideen zu arbeiten, das Netzwerk auszubauen und Möglichkeiten für eine zukünftige gemeinsame Themenfelder zu besprechen. Nach Ankunft der Teilnehmer und einer Stärkung mit Kaffee und belegten Brötchen eröffneten Rolf Meyer für das KNI und Anne-Ruth Scheijgrond in Vertretung von André Pluimers für Port of Twente die Veranstaltung. Professor Dr. Ingmar Ickerott, Dekan an der Hochschule OS am Campus in Lingen, begrüßte als Gastgeber alle Teilnehmer, blickte zurück auf frühere, erfolgreiche INTERREG Projekte und verband damit den Wunsch, erneut an gemeinsamen Themen zu arbeiten und neue Projekte zu entwickeln.


Was macht die deutsch-niederländische Logistikregion aus?
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann die inhaltliche Diskussion: Wofür steht die Logistikregion auf der deutschen Seite der Grenze, wofür an der niederländischen? 
Die Logistikregion zwischen Overijssel, Südniedersachsen und Nord-Nordrhein-Westfalen ist gekennzeichnet durch ihre besondere Lage im Hinterland der niederländischen und deutschen Nordseehäfen. Als „Hub für Europa“ ist der Logistiksektor einer der bedeutendsten Industriezweige in der Region – auf beiden Seiten der Grenze. Die gemeinsame Geschichte als wichtiger Textilstandort verbindet die Region ebenso wie die anpackende Mentalität. Das Arbeitsethos wurde dann auch gesondert hervorgehoben. Die Region vereint wirtschaftliche Stärke (Mittelstand) mit einer hohen Lebensqualität, viel Natur und Natürlichkeit. Und doch ist die Infrastruktur gut: trimodale Verbindungen in alle Richtungen sorgen für schnellen und stets nachhaltigen Gütertransport nach ganz Europa, auch wenn grenzüberschreitend noch einige Hindernisse bestehen.


Gruppenarbeit in drei Themengebieten
Um die gemeinsame Gruppenarbeit einzuleiten, folgten Kurzinterviews zu drei Themenblöcken. Im Thema Talente/Ausbildung stand Michael Hofmann, WKS Textilveredlungs-GmbH, zum Gespräch bereit, zu Verbundenheit/Netzwerken Joachim Berends, Bentheimer Eisenbahn AG, und zur Digitalisierung Sebastian Piest, Port of Twente.
Zu diesen Kernthemen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich inhaltlich mit drei Fragen auseinandersetzten: Was sind die Herausforderungen, welche Ambitionen haben wir gemeinsam in der Grenzregion und welche Maßnahmen müssen wir ergreifen?


Es entstanden spannende Gesprächsrunden mit frischen Impulsen und weiter zu verfolgenden Aufgabenfeldern in den jeweiligen Themenblöcken. Nach Feststellung und Zusammenfassung der Ergebnisse waren sich die Teilnehmer einig, dass sie sich auch zukünftig mit der gemeinsamen Entwicklung dieser wichtigen Logistikregion beschäftigen werden und ein größeres Folgeprojekt anstoßen wollen.
Organisatoren und Projektpartner des Tagesworkshops waren das Kompetenznetz Individuallogistik e.V. (DE, Osnabrück) der Port of Twente (NL, Almelo) und die Logistikachse Ems der Wirtschaftsförderung Emden (DE, Emden).