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20. April 2020

Risiken durch Klimawandel und Fachkräftemangel in der Logistikbranche

Die Logistikbranche ist aktuell vor große Herausforderungen gestellt: Neben Fragen der Digitalisierung, die alle logistischen Prozesse betrifft, sind Unternehmen vor allem durch den zunehmenden Mangel an Fachkräften und die Folgen des Klimawandels in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt. Während der Fachkräftemangel für viele Betriebe ein alltägliches Problem darstellt, für das bereits Lösungen erarbeitet werden, sind die Folgen des Klimawandels von den Unternehmen bisher nur selten in den Blick genommen worden. Dabei ist insbesondere die Logistik im Falle von wetterbedingten Schäden an Infrastrukturen oder aufgrund steigender Umweltauflagen wesentlich von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht.
 
Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht die Universität Osnabrück, inwiefern die unternehmerischen Risiken, die durch den Klimawandel und den Fachkräftemangel entstehen, in der Logistikbranche wahrgenommen werden und welche innerbetrieblichen Veränderungen sich hieraus ergeben. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie mit diesen Risiken im Sinne eines nachhaltigen, dauerhaft zukunftsfähigen Wirtschaftens umgegangen werden kann.
 
Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung ist das Forschungsprojekt auf die direkte Mithilfe der Logistikunternehmen angewiesen. Um Informationen aus erster Hand zu erhalten, werden derzeit Interviews mit Unternehmensvertretern geführt. Die Interviews basieren auf einem Risikoassessment, in dem die Auswirkungen des Fachkräftemangels und des Klimawandels thematisiert werden. Darauf aufbauend werden vorhandene oder geplante Lösungsansätze und die Frage nach den hierfür erforderlichen Ressourcen diskutiert.
 
Die Befragung ist Teil des vom Bundesumweltministeriums geförderten Projekts KlimaLogis – Klimaangepasste Logistik – Ein Pilotprojekt in der Region Osnabrück, das die Universität Osnabrück gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück durchführt. Neben der Stadt Osnabrück und LOGIS.NET ist das Kompetenznetz Individuallogistik Kooperationspartner des Vorhabens.
 
Im Hinblick auf einen Gesprächstermin wird die Universität Osnabrück in den kommenden Wochen auf Sie zukommen. Die Interviews finden aufgrund der aktuellen Situation telefonisch oder per Videokonferenz statt. Sollten Sie kurzfristig Interesse an einem Gespräch haben, kontaktieren Sie gerne Herrn Bücken unter den nachfolgenden Kontaktdaten.
 
Ansprechpartner: Felix Bücken, Universität Osnabrück, Institut für Geographie, Arbeitsgruppe Humangeographie mit wirtschaftsgeographischem Schwerpunkt, Prof. Dr. Martin Franz | E-Mail: felix.buecken@uni-osnabrueck.de

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