#Young Logistics Mitgliederbereich

Das CEF-Projekt hat eine eigene Website

Wie angekündigt ist für die gemeinsamen Kommunikationsmaßnahmen eine Website für das grenzüberschreitende Projekt entstanden. Unter https://www.optimizingtwentecanals.eu/ finden Sie Informationen zu Partnern und Zielen des Projekts sowie aktuelle Entwicklungen.

Projektkonferenz zum Thema „Stabile Lieferketten in Krisenzeiten“

Am 9. September fand die 10. Regionalkonferenz Logistik zum Thema „Stabile Lieferketten in Krisenzeiten“ statt. 
In diesem Jahr stand die Regionalkonferenz im Zeichen unseres CEF-Projektes „Optimizing Inland Waterway- and Multimodal Transport in the Euregio, along the North Sea Baltic Corridor“ – zusammen mit unseren niederländischen Projektpartnern von port of Twenté, haben wir eine abwechslungsreiche Konferenz erlebt.

Angefangen mit einer Führung durch das adidas-Logistikzentrum und gefolgt von spannenden Vorträgen; Landrätin Anna Kebschull und Harald Emigholz (Metropolregion Nordwest) eröffneten die Konferenz.  
Brigadegeneral Boris Nannt, Kommandeur der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt, hielt eine anregende Keynote über die Säulen der Ausbildung von Führungskräften, Sven Künnemann (adidas) und Uwe Rummel (Thomas Phillips) gaben spannende Einblicke in ihre Erfahrungen aus der Zeit der Pandemie; Prof. Dr. Michael Schüller sprach abschließend über die „neue Seidenstraße“, wonach sich die 100 Teilnehmenden bei einem Imbiss austauschten.
Als Netzwerk sind wir überzeugt, dass der Erfahrungsaustausch uns stärkt – darum freuen wir uns besonders, dass die Konferenz in diesem Jahr wieder in Präsenz stattfinden konnte. 

Zwischenbericht „Optimizing Inland Waterway- and Multimodal Transport in the Euregio, along the North Sea Baltic Corridor“

Am 06. November 2019 trafen sich in Hengelo die Projektpartner des grenzüberschreitenden CEF-Projekts, an dem auch das KNI beteiligt ist, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und sich über die nächsten Projektschritte auszutauschen. Eine zentrale Maßnahme des Projektes im Jahr 2020 ist die Einführung einer gemeinsamen Website, um weitere Kommunikationsmaßnahmen zu vereinfachen und die Zusammenarbeit der Projektpartner zu verbessern.
Ein erstes Projektergebnis ist die Entwicklung einer Info-App für die niederländische Binnenschifffahrt. Kees Koster, Projektmanager der Provinz Overijssel, stellte auf dem Treffen die neu herausgebrachte Beta-Version der 4shipping-App vor. Die Details zur App finden Sie hier auf LinkedIn (bisher nur in niederländischer Sprache). Der Film soll kurzfristig einen deutschen Untertitel bekommen. Die App gibt eine Übersicht über Brücken, Liegeplätze, Wasserstände etc. und wird das „Google Maps der Binnenschifffahrt“ genannt. Sie soll dabei helfen, die Binnenschifffahrt in kartierten Gebieten so effizient wie möglich zu gestalten. Zurzeit sind etwa 1000 Testnutzer auf Binnenschiffer- und Verladerseite dabei, sich mit dieser Betaversion und ihren Funktionen vertraut zu machen. Eine Ausweitung der Funktionen für den LKW-Verkehr ist ebenfalls denkbar.
Wenn Sie weitere Informationen zu dem Projekt oder der App wünschen, melden Sie sich bitte bei der KNI-Geschäftsstelle.

Zukunft des Seehafenhinterlandverkehrs

JÄHRLICHE PROJEKTKONFERENZ

Am 5. September begrüßte das Kompetenznetz Individuallogistik (KNI) e.V. neunzig Experten in der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt zum Osnabrücker Seehafenhinterland-Dialog 2019. Unter dem Motto „Hinterland der Zukunft - Bausteine für effiziente und umweltgerechte Transportketten“ wurden leistungsfähige und zugleich umweltgerechte Lösungsansätze für die verkehrliche Anbindung der Seehäfen diskutiert.
Der Dialog war gleichzeitig die jährliche Konferenz im Projekt „Optimizing Inland Waterway- and Multimodal Transport in the Euregio, along the North Sea Baltic Corridor“, die abwechselnd von niederländischer und deutscher Seite organisiert und angeboten wird. Das Projekt ist ein durch das Programm „Connecting Europe Facility“ (CEF) der Europäischen Kommission gefördertes Vorhaben. Projektziel ist es, die Funktion des EU-Korridors „Nordsee-Ostsee“ direkt zu stärken, indem die Bedingungen für den Binnenschiff-Transport zwischen den Seehäfen des TEN-T Kernnetzes Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam sowie den Inland-Häfen Hengelo, Almelo, Enschede, Hof van Twente und Lochem verbessert werden.
Die Vorträge und Workshops auf der Konferenz zeichneten ein deutliches Bild. Während im asiatischen Raum derzeit Seehäfen, logistische Knotenpunkte sowie Schienen- und Straßennetze durch massive Investitionen im großen Stil auf- und ausgebaut werden, führt der Investitionsstau der hiesigen Infrastruktur zu immer gravierenderen Engpässen bei den Transporten zwischen den deutschen und niederländischen Seehäfen und dem Hinterland. Stetig wachsende Schiffsgrößen belasten die Verkehrsinfrastrukturen dabei deutlich stärker als noch vor wenigen Jahren. Neben der Instandsetzung der Infrastrukturanlagen sehen die Experten die größten Potenziale für eine umweltgerechte Organisation des Güterverkehrs darin, bestehende Strukturen effizienter zu nutzen. Dies muss zum einen über eine bessere Einbindung von Schiene und Binnenschiff geschehen, zum anderen bietet die Digitalisierung große Chancen, Verkehre transparenter und ressourcenschonender zu organisieren. Träge Verwaltungsstrukturen werden dabei als größtes Problem für die Anbindung des Hinterlands gewertet.

CEF-Projekt: Optimizing Inland Waterway- and Multimodal Transport in the Euregio, along the North Sea Baltic Corridor.

Das Projekt „Optimizing Inland Waterway- and Multimodal Transport in the Euregio, along the North Sea Baltic Corridor“ ist ein durch das Programm „Connecting Europe Facility“ (CEF) der Europäischen Kommission gefördertes Vorhaben (weitere Informationen zum Programm). Projektziel ist es, die Funktion des EU-Korridors „Nordsee-Ostsee“ direkt zu stärken, indem die Bedingungen für den Binnenschiff-Transport zwischen den Seehäfen des TEN-T Kernnetzes Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam sowie den Inland-Häfen Hengelo, Almelo, Enschede, Hof van Twente und Lochem verbessert werden. Das Projekt sieht hierzu zahlreiche technische Maßnahmen vor, die darauf gerichtet sind, den Twente-Kanal zu erweitern, um die Befahr- bzw. Manövrierbarkeit für Binnenschiffe zu verbessern und die Infrastruktur somit effektiver nutzen zu können. Durch verbesserte Bedingungen für die Binnenschifffahrt entlang des Korridors soll eine Alternative zum Straßengüterfernverkehr geschaffen werden, unter anderem um den CO2-Ausstoß der Transportketten im Seehafen-Hinterlandverkehr zu reduzieren.

Das Projekt stellt durch die geplanten Maßnahmen der Binnenschifffahrt eine effizientere Infrastrukturbedarf bereit und verbessert die Bedingungen für umweltfreundliche Güterverlagerungen auf das Binnenschiff sowie für synchromodale Transportansätze entlang des TEN-T-Korridors.  Neben der Verbreiterung der Fahrrinne werden die Häfen für größere Schiffsklassen aufgerüstet (Klasse Va, bisher Klasse IV).  Ebenfalls werden intelligente Transport-Informationsdienste (Smart Services) für die EUREGIO sowie moderne Schleusensteuerungen (Remote Lock Control Operations) getestet und eingeführt.

Die Projektkoordination liegt bei der Gemeinde Hengelo in den Niederlanden. Das KNI übernimmt die Funktion des Ansprechpartners und der Informationsstelle des Projektes für den Bereich Deutschland.  

Kontakt: Sarah Bollmann, s.bollmann@k-n-i.de , Tel. 0541 – 9585 175

  • Aktions-Nr.:                                      2017-EU-TM-0024-W
  • Laufzeit:                                           Juli 2017 bis Mai 2022
  • Aktionsfeld:                                      North Sea – Baltic
  • Maximale EU-Förderung:                  10.873.127 EUR (19 %)
  • Geschätzte Gesamtkosten:              56.422.015 EUR
  • Koordinator:                                     Gemeinde Hengelo, NL